26.06.2005

Schuhwerk
QND
Wie sollte Schuhwerk für Diabetiker aussehen?
Füße brauchen Platz in den Schuhen. Sie sollten vorne breit und rund sein und die Zehen nicht quetschen. Der Diabetes verändert die Füße, vielfach werden sie breiter und passen nicht mehr in Standardschuhe. Überbreiten werden benötigt (normal „G“, Breite nimmt mit den folgenden Buchstaben „H,…K“ zu).
Diabetiker spüren den Druck der Schuhe häufig nicht mehr (Nervenschäden), sollten ihre Füße messen lassen oder mit Schablonen arbeiten.
Die Gelenke, an denen die Mittelfußknochen in die Zehenknochen übergehen, werden besonders belastet. Hier finden sich die meisten Schwielen an den Fußsohlen. Schuhe, in denen der Fuß schräg (hinten erhöht) steht verstärken diesen Druck. Diabetiker sollten flache oder gleichmäßig erhöhte Schuhe tragen. Leidet man unter Nervenfunktionsstörungen muss man unbedingt die Schuhe von innen austasten. Nähte, vorspringende Ösen usw. können zu Blasen und Verletzungen führen.

Schuhe müssen eingelaufen werden. Auch Camilla hat schon vor der Hochzeit ihre Schuhe getragen. Bitte tragen Sie neue Schuhe nur kurz und in greifbarer Nähe eines eingelaufenen „alten“ Paares. Überprüfen sie ihre Füße – sind Druckstellen oder Blasen entstanden – nach der ersten Stunde.

Passen auch überbreite Schuhe nicht mehr oder benötigen Sie Einlagen, so können Sie auf Spezialschuhe für Diabetiker (Finn comfort, Tanner o.a.) zurückgreifen. Die mit gekaufte vorgefertigte Einlage wird dann durch eine vom Orthopädieschuhmacher für Sie speziell hergestellte ersetzt.
Bei erheblich veränderten Füßen sind vielfach orthopädische Schuhe, die nach Maß gefertigt werden, unvermeidbar. Der Orthopädieschuhmacher stellt hierfür bei der Krankenkasse einen Antrag und kann erst nach der oft zeitraubenden Genehmigung seine Arbeit aufnehmen.
Die diabetologischen Fußambulanzen arbeiten alle mit Orthopädieschuhmachern zusammen, die auf Diabetiker spezialisiert sind und mit den Ärzten die notwendige Schuhversorgung abstimmen.
 
 
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