26.06.2005

Leitlinien Diabetisches Fußsyndrom
QND
28.000 Amputationen pro Jahr in Deutschland fordern gemeinsame Aktivität

„Das diabetische Fußsyndrom stellt ein hochrelevantes Problem unter den Komplikationen des Diabetes dar. In Deutschland muss unverändert von rund 28.000 Amputationen pro Jahr aufgrund eines diabetischen Fußsyndroms ausgegangen werden.
Durch eine strukturierte Diagnostik, Klassifikation und Therapie können dagegen deutlich bessere Therapieerfolge erzielt werden.“
So liest man im Vorwort der „Leitlinien zur ambulanten Versorgung von Patienten mit diabetischem Fußsyndrom“ des Qualitätsnetzes Diabetes Bochum-Wattenscheid-Hattingen.

Krankenhausärzte aus dem Bergmannsheil, dem St.Josef-Hospital und dem Knappschaftskrankenhaus haben sich mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten zusammengesetzt, um dieses gemeinsame Konzept zu erarbeiten. Beteiligt waren Allgemeinmediziner, Diabetologen, Angiologen, Hautärzte, Chirurgen und Gefäßchirurgen.
Auf 24 Seiten ist genau dargestellt, wie die Behandlung fußkranker Diabetiker in Bochum erfolgen soll – von der Untersuchung, Behandlung und Dokumentation bis hin zur Schuhversorgung. Welche Patienten können ambulant, welche sollten stationär behandelt werden usw. .
Einer der zentralen Sätze lautet: „Immer sollte vor einer Amputation sowohl ein gefäßchirurgisch als auch ein diabetologisch erfahrener Arzt konsultiert werden.“

Die Mitglieder des Qualitätsnetzes werden derzeit in den Fortbildungsveranstaltungen, Qualitätszirkeln und über die Internetseite des Qualitätsnetzes (www. qualitaetsnetz-diabetes.de) über die Leitlinien informiert.
 
 
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